Rencontres avec les nomades digitaux suisses

Michi: Webdesigner und Unternehmer

„Offen für neues sein und neue Kulturen schätzen“

Für dieses erste Interview auf Deutsch, habe ich mich mit Michi unterhalten. Er ist Webdesigner und Unternehmer (michaelH webdesign). Wie Benjamin aus Neuchâtel, hat Michi an der Nomad Cruise teilgenommen. Aber heute geht vor allem um konkrete Aspekte und Tips rund um das digital Nomadentum. Zur Inspiration kannst du dich auch seine Reiseroute der letzten zwölf Monaten anschauen (rechts in grün). Ziemlich beindruckend :-)!

 Interview: auxbonheursnomades

> Interview auf FR: hier

Wo bist du jetzt?

Zurzeit bin ich zuhause in Zürich und arbeite von hier aus.

Wo warst du vorher?

Zuvor war ich 5 Wochen in Südafrika und habe mein Bike mitgenommen. So konnte ich die Natur wunderbar geniessen und daneben noch meine Projekte weitertreiben.

Seit wann bist du Digitaler Nomade?

Ich arbeite seit August 2017 ortsunabhängig, wobei ich zurzeit noch Teilzeit angestellt bin.

Was war für dich der Auslöser / deine Hauptmotivation?

Auslöser war für mich ein Vortrag von Nick Martin im Herbst 2016, an dem er über seine 6-jährige Weltreise referierte. Als ich mich mehr und mehr mit dem Thema Reisen beschäftigte und auch 3 Monate lang in Südostasien unterwegs war, kamen mir dazu immer mehr Gedanken auf. Ich musste mir für diese Zeit unbezahlten Urlaub nehmen und dachte mir: Wie wäre es, wenn dies nicht nötig wäre und ich von überall auf der Welt arbeiten könnte? Ja und so nahm alles seinen Anfang.

Was ist (sind) dein(e) Job(s), der dir erlaubt/erlauben ortsunabhängig zu arbeiten?

Ich arbeite sowohl Teilzeit für eine Zürcher Webagentur als auch selbständig als Webdesigner und habe im Dezember meine eigene Firma gegründet. Nach drei Jahren Tätigkeit für die Webagentur (klassisch und Vollzeit im Büro), habe ich gekündet und wollte mich neu orientieren sowie häufiger reisen. Daraus hat sich dann im August 2017 für mich die Chance ergeben, Teilzeit ortsunabhängig für die Agentur zu arbeiten, natürlich unter Berücksichtigung der Zeitzone. Ein Glücksfall für mich, mit dem ich eigentlich nicht gerechnet hatte, bei der sich der Arbeitgeber aber sehr entgegenkommend zeigte.

Was ist dein Ratschlag für Leute, die auch ortsunabhängig arbeiten möchten? Wie können andere Leute das auch tun?

Mein erster Ratschlag ist: Probiert es aus! Finde heraus, ob es sich für dich eignet. Viele Menschen mögen das klassische Büro mit den Arbeitskollegen. Wenn du es dir aber auch vorstellen kannst, in einem Co-Working-Space mit fremden Menschen zu arbeiten, in einem Café oder im Hostel, dann ist es vermutlich das richtige für dich. Ich würde es zuerst innert einer kurzen Zeit, beispielsweise während 2 Wochen, ausprobieren. Als Orte eignen sich in Europa Gran Canaria (Las Palmas) sehr gut, Bali sowie Thailand, da dort die Lebenskosten tief sind. Es kann teilweise auch einsam sein, das solltest du einfach beachten. Für mich überwiegen aber ganz klar die Vorteile, da ich gerne unterwegs bin und neue Menschen treffen möchte. Ganz wichtig ist auch, offen für neues zu sein und neue Kulturen zu schätzen und darin eintauchen zu wollen.

Wie kontaktieren dich deine Kunden/Kollegen/Leistungsbringer (Skype, E-Mails, Chat, telefonisch, persönlicher Kontakt, usw.)?

Vorwiegend per E-Mail, da dies meiner Meinung nach immer noch der beste und einfachste Weg ist, schriftlich zu kommunizieren. Wenn es Gesprächsbedarf gibt, nutze ich appear.in, das eigentlich wie Google Hangout oder Skype funktioniert und das Sprechen sowie Teilen des Bildschirms erlaubt, was beim Arbeiten sehr praktisch ist.

Welche Tools oder andere Hilfsmittel musstest du organisieren, um ortsunabhängig zu arbeiten?

Mein Laptop ist bereits ziemlich gut dafür gerüstet. Was ich aber vermehrt nutze, ist VPN, um auch in öffentlichen WLAN’s wie an Flughäfen sicher arbeiten zu können.

Wie findest du eine Wohnung wenn du im Ausland bist? Welche Lösung passt dir am besten?

Ich versuche, ein günstiges und cooles Co-Living zu finden. Falls dies nicht klappt, weiche ich entweder auf AirBnb oder Hostels aus.

Hast du noch eine eigene Wohnung? 

Ich habe noch ein WG-Zimmer, ja (leider). Mein Ziel ist, dieses bis Ende April dieses Jahres loszuwerden, um Fixkosten zu sparen und dort zu leben, wo ich möchte.

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Wo warst du in den letzten 12 Monaten?

Südafrika (Dezember-Januar, 5 Wochen), Toskana (Oktober 2017 für 2 Wochen), London (für ein verlängertes Wochenene im November), Genf (für ein Wochenende im Oktober), Frankfurt (für 4 Tage im Oktober), Panama City (1 Tag nach der Nomad Cruise im Oktober), Las Palmas (10 Tage im September), Aruba (Zwischenstop Nomad Cruise), Curacao (Zwischenstop Nomad Cruise), St. Kitts (Zwischenstop Nomad Cruise), Portugal (August für zwei Wochen), Kreta (Mai für 1 Woche), Vietnam (Februar für drei Wochen), Thailand (März für drei Wochen), Laos (März für zwei Wochen), Myanmar (April für drei Wochen) und Bali (April für zwei Wochen).

Von wo aus arbeitest du am liebsten?

Ein Co-Working-Space in der Nähe der Natur ist was wunderschönes oder in einem Café direkt am Strand.

Deine Lieblings-Ressource als DN?

Ich finde „Chris the Freelancer“ ziemlich cool. Er betreibt unter youtube einen Youtube-Kanal.

Dein Lieblingszitat ?

„Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen.“ 

Auxbonheursnomades auf Instagram:

Kleines Glossar des digitalen Nomadentums
(auf französisch)

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